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Im Jahr 2009 erreichte die Finanzkrise auch das kleine Städtchen Serramanna. In der agrarisch geprägten Region im Süden Sardiniens gerieten die lokalen Kleinunternehmen in die Krise, die Banken gaben keine Kredite mehr. In dieser Situation gründeten fünf zurückgekehrte Hochschulabsolventen die Alternativ-Währung „Sardex“. Die funktioniert auch ohne Geldscheine.

Sardex ist ein Kreislauf für zinsfreie Geschäftskredite, Güter und Dienstleistungen. Soll und Haben der Mitglieder wird auf einem Online-Konto verbucht. Da es keine Zinsen gibt, lohnt sich das Sparen nicht und der Sardex wird schnell wieder „ausgegeben“. Die Parallelwährung hat sich als großer Erfolg herausgestellt und in zehn anderen Regionen Italiens sind inzwischen ähnliche Modelle nach dem sardischen Vorbild entstanden.

Autorin: Ellen Trapp

 

Quelle: ARD